
Ich muss es leider ganz ehrlich zugeben: Seit ich meinen Otto habe, fahre ich viel zu viel Auto und bewege mich viel zu wenig zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Ich liebe es nun mal, mit meinem VW Bus zu fahren und habe es inzwischen auf stattliche 22000 Fahrkilometer gebracht und jeden davon genossen. Na ja, sagen wir: Fast jeden. Der Innenstadt-Verkehr von Amsterdam und ohne Gangschaltung zur Werkstatt waren schon etwas daneben.
Leider ist durch das Autofahren mein körperlicher Zustand nicht besser geworden, böse Zungen behaupten sogar, dass mein Verfall vorangeschritten ist. Heldenhaft, wie ich manchmal bin, habe ich daher beschlossen, ab sofort meinen Lebensstil zu ändern und wieder körperlich fit zu werden. Ob es allerdings noch für einen Marathon oder Triathlon reichen wird, wage ich zu bezweifeln.
Immerhin gibt es aber Fortschritte. Seit einigen Monaten trinke ich keinen Alkohol mehr, der wurde mir von meinem Berater verboten. Gut, da verpasse ich wenig, in der Vergangenheit habe ich alle Trinkerstufen von solide bis ziemlich heftig durchlaufen mit einem negativen Höhepunkt in Schweden. Genaueres dazu ist in meinen Memoiren „Glückskind“ zu lesen. Ich muss aber auch ehrlich sagen: Ich bereue nichts davon. Alles war zu seiner Zeit richtig und logisch und hat Spaß und Lebensfreude gebracht. Jedenfalls bin ich jetzt auf 0 Alkohol und kann zu jeder Zeit Menschen in meinem VW Bus fahren, wohin sie möchten.
Zurück zur Fitness
Autofahren stärkt leider nicht die Muskeln und verschafft dem Körper wenig Bewegung. Man wird schlapp und träge und hat keine körperliche Ausdauer mehr. Da auch ich davon nicht verschont wurde, habe ich letzte Woche beschlossen: Ab sofort wird wieder mehr gelaufen. Oder besser gesagt: erst einmal gegangen. Laufen schaffe ich vielleicht 100 Meter, dann brauche ich eine Pause. Ab 1000 Meter müssten es schon fast ein Sauerstoffzelt und ein Rollstuhl sein.

Ich habe mich also entschieden ab sofort die empfohlenen täglichen 7000 Schritte oder mehr zu gehen. Um das zu kontrollieren, habe ich mir selbstverständlich einen einfachen Schrittzähler, aber auch eine Smartwatch gekauft. Fun fact am Rande: Jedes Gerät zählt etwas anderes. Heute, 16.45 Uhr, stehe die Smartwatch aktuell auf 4637 Schritte, der einfach Zähler auf 3370. Ich kann also glauben, was ich will. Da muss ich wohl heute noch eine Runde gehen…
Ergänzend habe ich mir die adidas runnig App aufs Handy geladen. Sehr schönes Teil, das mir nach einer Wanderung genau sagt, wie viel, wie lange und wie schnell ich gegangen bin und mir sogar die Strecke auf einer Karte aufzeichnet.
Und so kann ich nach 3 Tagen ablesen, dass ich zuerst 3,9 km/h schnell gegangen bin, aber dann auf 4,4 km/h und heute sogar auf 4,5 km/h zugelegt habe.
Ich werde also nach und nach hoffentlich immer besser. Mein Plan ist, zunächst die Gehstrecken zu verlängern, Heute bin ich 2 km gegangen, was fast der in Bremerhaven beliebten Laufrunde um den Bürgerpark entspricht. Die ist 2,2 km lang. Diese Distanz will ich bald schneller gehen und dann auch joggen können. Ich will also Tempo und auch Lauflänge steigern.

Meine persönliche Challenge
Sagen wir mal: Ende August laufe ich mindestens die komplette Bürgerparkrunde ohne zwischendurch gehen zu müssen. Dafür gehe ich von zu Hause zum Bürgerpark, laufe dort die Runde so schnell es geht und gehe oder laufe wieder zurück. Das sind hin und zurück inklusive der Bürgerparkrunde 6,2 Kilometer. In Verhältnis zu meinem jetzigen Fitnesszustand entspricht das fast einem Ironman Triathlon.
Und was tue ich, wenn ich das nicht schaffe? Vorschläge werden gerne entgegen genommen.
Ich gebe jedenfalls mein Bestes, werde trainieren und habe auch meine Ernährung komplett umgestellt. Siehe Foto.

