Heute 2 Beiträge

1. Das Geschenk zum Geschenk

Gastbeitrag von Ulrich Rausch

Alle, die meine Beschäftigung mit Kinder-Zauberkästen verfolgen, wissen, dass ich die meisten Zauberkästen, die aktuell im Handel angeboten werden, kritisch sehe. Nicht weil sie teuer sind, nicht weil sie in meinen Augen doch überteuert sind, sondern weil ich sie betrachte unter dem Aspekt, ob sie brauchbar und nützlich sind.

Viele Zauberkästen, haben in meinen Augen Mängel: Die Beschreibung, wie man die Tricks bewerkstelligen kann, sind schwer verständlich, kompliziert oder schlicht falsch, die Trick-Requisiten sind ungeeignet, funktionieren nicht oder halten nicht lange oder die Trickauswahl ist nicht dem Alter angemessen.

Zumindest das erste Problem kann man beheben, indem die Kinder nicht alleine gelassen werden, sondern von erfahrenen Zauber*innen beim Einstudieren begleitet werden.

Die Zauberfreude Steyr hatten dazu eine wirklich gute Idee: Sie boten einen Nachmittag an, an dem Kinder mit ihren (neuen) Zauberkästen eingeladen wurden, zusammen mit erfahren Zauber*innen Kunststücke aus dem eigenen Zauberkasten einzustudieren. Einzige Bedingung, neben einem kleinen Unkostenbeitrag: Die Kinder mussten ihren Zauberkasten mitbringen, denn es ging ja darum etwas daraus einzustudieren. Und für das Ende war eine Show angedacht, in der die Kinder das Erlernte den Eltern zeigen.

Für mich ist es eine wunderbare Idee, die Zauber-Frust mit dem neuen Geschenk verhindert und vielleicht die Zauber-Lust weckt. Nachahmenswert!

2. Hatino bendet seine Zauberlaufbahn

(vk) Das war mal eine Überraschung: Hartwig Pruin hat veröffentlicht, dass er seine aktive Zauber-Karriere beendet! HATINO – so sein Künstlername – hat sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gezaubert. Ich hatte mehrere Male das Vergnügen, ihn live zu sehen. Jedes Mal war ich sehr positiv von dem angetan, was er präsentierte – und vor allem Dingen: Wie er es präsentierte. Unvergessen bleibt auch sein Abgang nach der Flaschenvermehrung in Bremerhaven – Näheres dazu ist leider privat. 🙂

Quelle: Westfälischen Nachrichten vom 31.12.2022 (von Hartwigs Facebook-Account)

Hartwig ist eine echte Rampensau, der es liebt, mit dem Publikum zu spielen. Dabei immer gut gelaunt und mit einem verschmitztem Lächeln. Das kommt an, bei Erwachsenen, bei Kindern und bei mir. Schade, dass er sich entschieden hat, nicht mehr aufzutreten. Aber ich denke, im zarten Alter von 75 Jahren darf man solch eine Entscheidung schon mal treffen.

Hartwig, ich wünsche dir für deinen zauberischen Ruhestand alles Gute. Bleib gesund und trotzdem aktiv, ich habe dir ja schon via Facebook geraten, es zu machen wie ich: Fang einfach nach 2 – 3 Jahren wieder an. Vielleicht können wir dich ja auch am Hölzernen See (falls du kommst) oder in Bremerhaven zu einem Mini-Comeback überreden. Insbesondere deine legendäre Münznummer muss weiter gespielt werden. Notfalls erkläre ich mich bereit, sie von dir zu übernehmen!

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