Mein neues Buch: Die Familien-Zaubershow

In letzter Zeit werben Zauberkünstler*innen auf ihren Homepages gern mit einem neuen Wort: Die „Familienshow“. Oder sie schreiben, die Show sei für „Eltern und Kinder gleich gut geeignet“.

So weit, so gut. Sie schreiben aber leider nicht, was das besondere an einer Familienshow ist und worauf man*frau bei der Zusammenstellung des Programms und bei der Vorführung achten sollte.

Diese Lücke möchte ich schließen. Ich habe mich mit genau diesen Fragen beschäftigt und lege sie und meine Antworten darauf in meinem neuen Buch „Die Familien-Zaubershow – Das Programm für alle Generationen“ vor.

Auf 150 Seiten diskutiere ich folgende Themen:

  • 1. Vorwort   
  • 2. Was ist eine Familienshow?
  • 3. Wo zaubere ich für die Familie?
  • 4. Wie zaubere ich für die Familie?  
  • 5. Kunststücke für das Familienprogramm  
  • 6. Geeignete Kunststücke für Groß und Klein  

In einem weiteren Kapitel stelle ich dann ausführlich mein Programm „Tierischer Zauber“ vor, das ich regelmäßig in meinem Zaubertheater spiele. Dort sind immer Familien zu Gast, das Verhältnis zwischen Kindern und Erwachsenen im Publikum liegt bei ca. 50:50 Prozent.

Ich habe also aus der Praxis für die Praxis geschrieben und gebe meine Meinungen und Erfahrungen gerne weiter.

Das Buch ist ab 09.09.2021 lieferbar. Es erscheint als Band 9 der „Schriftenreihe zur Zauberkunst für Kinder“ im Taschenbuchformat DIN A5 und hat 150 Seiten + Anhang.

Es kann ab sofort bestellt werden, der Preis beträgt nur 25,00 € incl. Versandkosten in Deutschland (Ausland + 3,00 €). Bestellungen und Zahlungen per paypal (Freunde) an volkmar.karsten@t-online.de oder auf mein Bankkonto (wird nach Bestellung per Mail mitgeteilt)

Zum Reinlesen: Das Vorwort meines neuen Buches:

In den letzten Jahren ist in der Zauberkunst für Kinder ein neuer Begriff aufgetaucht: Man redet jetzt nicht mehr nur von einer Kinder-Zaubervorstellung, sondern viele Künstlerinnen bewerben ihre Shows heute mit den Begriffen „Familienshow“, „Familienzauber“, „Geeignet für die ganze Familie“ oder ähnlich klingenden Worten. Kernpunkt dieser Werbeaussage ist, dass die Zaubershow nicht nur die Kinder allein anspricht, sondern ebenso deren Begleitung – die Erwachsenen: Eltern, Großeltern, Lehrerinnen, Erzieherinnen usw. Ausgangspunkt dieser neuen Richtung ist wohl die Einsicht, dass Kinder in der Altersgruppe 5 – 10 Jahre eher selten alleine in eine Zaubervorstellung gehen. In der Regel sind sie in Begleitung von Erwachsenen. In der Schule oder Kita sind das Lehrerinnen bzw. Erzieherinnen, im privaten Freizeitbereich eben die Eltern.

Das ist nun allerdings keine neue Erkenntnis, das war schon immer so. Und es war ebenso selbstverständlich, dass alle Künstlerinnen diese Tatsache kommentarlos hingenommen haben und ihr Kinderprogramm gespielt haben. Wie eben im Kino in einer Vorstellung, die ab 6 Jahren freigegeben ist, ein Kinderfilm zu sehen ist. Oder das Weihnachtsmärchen im Theater ein Thema für Kinder aufgreift. Wenn Erwachsene mit in diese Vorstellung gehen, wissen sie, dass sie ein Kinderprogramm erleben werden.


Warum soll nun diese alte, bewährte Erkenntnis ausgerechnet bei der Zauberkunst für Kinder außer Kraft gesetzt oder zumindest umgedacht werden? Soll ich jetzt, wenn ich für ein Kinderprogramm gebucht werde, auch noch an die Unterhaltung der Erwachsenen denken? Wieso soll ich auf dem Kindergeburtstag plötzlich ein oder mehrere Kunststücke in meine Show einbauen, deren Zielgruppe die anwesenden Erwachsenen sind? Oder gilt diese neue Vokabel nur für Familienfeiern wie Omas 65. Geburtstag, zu dem sich Groß und Klein, Sohn und Schwiegertochter, Enkelin und Urenkel und alle Anverwandten treffen?


Fragen über Fragen also, die möglicherweise in den nächsten Jahren von größerer Bedeutung für Zauberkünstlerinnen werden könnten, deren Schwerpunkt die Kinderunterhaltung ist. Aber so lange ich im Internet auch gesucht habe: Ich habe nirgendwo eine konkrete Aussage dazu gefunden, wie denn die angekündigte „Familientauglichkeit“ konkret umgesetzt werden soll. Auf vielen Homepages steht zwar „geeignet für die ganze Familie“ oder „Familienshow“ – aber wenn dann überhaupt einmal beschrieben wird, was die Zuschauerinnen zu sehen bekommen, dann nur, wie die Kinder beteiligt werden, dass ihnen die Show gefallen wird und ähnliches mehr.


Von den Erwachsenen oder einem altersmäßig gemischten Publikum hingegen ist keine Rede mehr.
In diesem Buch soll es deshalb darum gehen, Klarheit in die Überlegungen zu bringen, was konkret eigentlich unter einer „Familienshow“ zu verstehen ist und wie sie geplant und gestaltet werden könnte. Es soll so letzten Endes hilfreiche Hinweise für die eigene Zauberpraxis geben.

Inhalt

Zunächst einmal werde ich mich mit dem Begriff „Familienprogramm“ genauer befassen. Welche Bedeutung hat er, was muss ich darunter verstehen? Was ist gemeint, wenn ich ihn auf einer Zauberinnen-Homepage lese? Anschließend werde ich darlegen, in welchem Rahmen erwachsene Gäste in meiner Kindershow eine Rolle spielen. Zu welchen Anlässen zaubern wir für Kinder? Treffen wir dort auf Erwachsene, die wir aktiv mit in die Show einbinden sollten? Erwarten sie überhaupt eine Beteiligung? Was erwarten die Kinder? Was erwarten die Erwachsenen von der Zaubervorstellung?

Das Ergebnis dieser Analyse führt dann einen weiteren Schritt in die Praxis hinein. Wenn ich tatsächlich oftmals vor einem altersgemischten Publikum spiele, stellt sich die konkrete Frage: „Was ist eigentlich „familiengeeignet“?“ oder „Welche Bedingungen muss ein „familiengeeignetes“ Kunststück erfüllen?“ Was oder wie muss ich spielen, um diesen Anspruch zu erfüllen? Ich werde daher konkrete Hinweise für den Aufbau eines „Familienprogramms“ geben. Die genannten Themenkreise werden im ersten Teil dieses Buches zunächst relativ theoretisch aufgearbeitet, aber natürlich haben sie einen hohen Grad an praktischer Relevanz, da es ja um die konkreten Erwartungen der Kinder und der Erwachsenen geht.

Im zweiten Teil des Buches werde ich dann an konkreten Zauber-Kunststücken darstellen, ob und inwiefern sie das Gütezeichen „familiengeeignet“ verdienen. Zudem wird es darum gehen, gängige Kunststücke umzugestalten, um sie dem gemischten Publikum anzupassen. Im dritten Teil schließlich stelle ich mein in der Praxis erprobtes Programm „Tierischer Zauber!“ vor, das ich regelmäßig in meinem „Zaubertheater im BSC Grünhöfe“ spiele. Hier im Theater ist es der Normalfall, dass das Verhältnis zwischen Kindern und Erwachsenen im Publikum bei etwa 50:50 liegt. Insofern habe ich von Beginn an hier Programme gespielt, die ich für beide Gruppen für spannend, interessant und geeignet halte.

Wie immer schreibe ich aus der Praxis für die Praxis. Ich berichte über meine Erfahrungen, die ich während meiner Auftritte gesammelt habe. Darin ist es mir stets und ständig vorgekommen, dass das Publikum aus Kindern und Eltern bestand. Mir persönlich lagen aber immer die Kinder mehr am Herzen, ich habe deswegen überwiegend für sie gespielt. Andererseits aber darf ich auch die Erwachsenen nicht verprellen, denn sie entscheiden über die Buchung der (nächsten) Show oder den Besuch des Theaters. Es ist also ein gewisser Spagat angesagt zwischen „Wollen“ und „Müssen“. Vor diesem Hintergrund schreibe ich zwar aus der Sicht eines Kinderzauberers, der aber weiß, dass ohne das Wohlwollen der Erwachsenen „nichts geht“. Ich schreibe hier auf, was sich in meinen Programmen bewährt hat und was ich für richtig halte. Das können andere Künstlerinnen selbstverständlich gerne kritisch oder anders sehen, das ist normal. Ich erhebe nicht den Anspruch, als einziger Mensch „die Weisheit mit Löffeln gefressen“ zu haben – insofern sehe ich dieses Buch als Anregung zu weiteren Diskussionen.


Gerne können meine theoretischen und praktischen Ideen übernommen werden, ebenso gerne dürfen sie (oder sollten sogar) auch kritisch überdacht, variiert und an die eigene Praxis und die eigene Persönlichkeit angepasst werden. Jede Show ist anders, jeder Künstlerin ist anders.


Die einzelnen Kapitel bauen zwar aus meiner Sicht aufeinander auf, aber jedes befasst sich mit einem anderen Gesichtspunkt, so dass dem „Kreuz und quer Lesen“ auch nichts entgegensteht.


Zur Genderfrage: Ich habe mich bemüht, wo immer es nicht extrem umständlich war, die Variation mit dem Gender * zu benutzen, also z.B. derdie Künstlerin. Das halte ich für richtig und angebracht – es gibt noch viel zu viel Diskriminierung auf der Welt – durch das * wird es hoffentlich bewusster. Hin und wieder habe ich auch nur eine weibliche oder männliche Form geschrieben, ich bitte dafür um Verständnis und Nachsicht.


Ich wünsche viel Spaß beim Lesen dieses Buches. Für Rückmeldungen jeder Art bin ich dankbar.
Bremerhaven, September 2021
Volkmar Karsten 

3 thoughts on “Mein neues Buch: Die Familien-Zaubershow

  1. Du alter Fuchs… !
    Beim letzten Kinderzauberfestival in Bremerhaven war das u. a. ein wichtiger Punkt in meinem Seminar, den ich mit fünf Aspekten unterstrichen habe.
    Sehr clever von Dir, dieses Thema endlich einmal umfassend zu beleuchten.
    Und m. E. ist das eigentlich auch schon lange überfällig.
    So langsam wirst Du mit unheimlich…

    Beste Grüße nach Bremerhaven

    1. @ Mike: Du solltest/könntest ja auch mal eine Buch schreiben und nicht alles immer Volkmar überlassen. Ich bestelle es hiermit schon mal..

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