Rezension: Chinesische Wäschestange von Boretti

Erhältlich zum Preis von 59,90 € hier

Quelle:
www.boretti-shop.info

Borettis chinesische Wäschestange hatte ich schon lange „auf dem Kieker“. Vor einiger Zeit habe ich sie dann günstig gebraucht erworben und konnte sie auch noch in der Praxis testen. Hier meine Meinung dazu.

Für den relativ moderaten Preis erhältst du eine 40 cm hohe Röhre mit etwa 5 cm Durchmesser, 4 normale Wäscheklammern, an denen je ein langes Seidenband befestigt ist und dieses Bänder-Set noch einmal, aber zusammengenäht als langes Band. Alles in leuchtenden bunten Farben, das freut das Kinderherz und auch meines.

Die technische Vorführung ist simpel, wie angegeben kann ganz nach Wahl jede Klammer gelöst werden und fliegt dann mit ihrem Band daran mehrere Meter durch die Luft. Aber nur,  wenn man nicht so ungeschickt ist wie ich und die Klammern an der falschen Seite der Röhre aufsetzt.  Hier wäre eine kurze klare Anweisung in der Anleitung sinnvoll gewesen, denn witziger Weise müssen die Klammern an der breiteren Seite der Röhre angebracht werden, die ich als Fuß der Stange angesehen habe.

Nun ja, das war ein kleineres Problem und konnte gelöst werden.  Man kann sich jedenfalls auf Grund der leichten Technik vollkommen auf die Vorführung und Interaktion mit den Kindern konzentrieren. Der Spaßeffekt bei denen ist sehr hoch, wenn reihenweise Bänder durch den Saal fliegen. Als Zauberer muss man es allerdings mögen, wenn Boretti in der Anleitung empfiehlt: „ Es muss auf alle Fälle chaotisch aussehen …“, denn es wird garantiert chaotisch. Ich mag das sehr, die Kinder ebenfalls.

Die Routine endet dann mit einem zweiten, ruhigen Effekt: Im Changierbeutel verbinden sich alle Bänder zu einem einzigen langen Band  und sogar die Klammern sitzen noch drauf.

Fazit: Mit diesen Requisiten ist ungebremste Unterhaltung im Kinderprogramm möglich und der Preis dafür ist akzeptabel. Empfehlen würde ich das Kunststück für Kinder bis maximal 9 Jahre, etwas Ältere entdecken leicht die sehr einfache Tricktechnik beim Abschießen der Bänder von der Wäschestange. Die Kleineren interessiert das nicht – sie lieben mehr den tollen Effekt.

Einziger Kritikpunkt meinerseits: Ich halte es generell für diskriminierend Kunststücke einem bestimmten Land zuzuordnen, hier also China, in dem angeblich dieser Unsinn passiert. Mag sein, dass dies mein persönliches Problem ist, aber in heutigen Zeiten sollte man mit der Verbreitung von Vorurteilen vorsichtig sein – auch wenn sie scherzhaft gemeint ist. Ich habe deswegen natürlich in meinem Vortragstext keinen Ländernamen benutzt.

Wertung:

4 von 5 Zauberzwergen (Abzug wegen „China“ und der von älteren Kindern leicht zu durchschauenden Tricktechnik)

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