Trick: Das Weihnachtsgeschenk

Ulrich Rausch

Der Effekt

Auf dem Tisch steht ein hübsches Weihnachtspaket, das der Künstler / die  Künstlerin nicht mehr anrührt. Aus einem Set mit 6 Karten, die auf der Vorderseite jeweils ein typisches Weihnachtsgeschenk zeigen, sucht sich ein mitspielendes Kind eine Karte aus. Wenn die Box geöffnet wird, ist genau das Gewählte darin. Und dies darf das Kind gerne als Geschenk auch behalten.

Die Requisiten

  • 6 Bildkarten, die typische, kleine Weichnachts-Geschenke wie zum Beispiel einen Schokoladen- Weihnachtsmann, einen Lebkuchen etc. darstellen. Die Größe der Karten hängt von der Zuschauerzahl ab.
  • Zwei von den abgebildeten Gegenständen sind auch als reale Objekte vorhanden. Die beiden Karten sind auf der Rückseite markiert, so dass man sie auch auf eine Entfernung erkennen kann.
  • Die Stülpdeckel-Box ist – neben einer kleinen Force – das eigentliche Trickgeheimnis: Sie kann auf zwei verschieden Weisen geöffnet werden und je nachdem wird der eine oder der andere Gegenstand sichtbar: Wenn man den Deckel „A“ abhebt und in die Box hineinsieht, sieht man Gegenstand „B“, wenn man dagegen die Box vom Tisch anhebt bleibt auf dem Tisch Gegenstand „D“ liegen. Um dies zu erreichen wird der Boden „C“ aus der Box herausgeschnitten und nach oben  in ungefähr die Hälfte der Box versetzt. Der Innenraum von „B“ muss dann wieder schön ausgestaltet werden, da hier ein Kind kurz hineinblickt.
  • Um die Box auf der Spielfläche zu bewegen ist noch ein passendes Tablett hilfreich.
Konstruktionszeichnung der Weihnachtsbox: A = Deckel; B = Geschenk im Innenraum oben; C = versetzter Boden; D = Geschenk im Innenraum unten

Die Vorführung

Die Zuschauer*innen werden auf die weihnachtlich geschmückte Box auf dem Tisch hingewiesen. Dann werden die Bildkarten vorgezeigt. Hierbei zeige ich allerdings nicht alle vor, sondern nur 4, dabei die beiden mit den Geschenken nicht. Ich erwähne auch nicht, wie viele Karten es genau sind („ein paar Wunschkarten“). Ein Kind darf die Karten mit der Bildseite nach unten mischen und in einer Reihe auf dem Zaubertisch auslegen. Jetzt kommt eine leicht veränderte Form der „Magican’s Choice“, denn ich habe ja zwei mögliche Ziel-Karten im Spiel. Dies hat zwei Vorteile: Erstens ist die Wahrscheinlichkeit, dass gleich zu Beginn einen Ziel-Karte genommen wird, wesentlich höher und zweitens kann ich in die wunderbare Situation kommen, das am Schluss das Kind beide Zielkarten „ausgewählt2 hat und dann wirklich frei und bewusst das auswählt, was es am liebsten hat.

Die Stülpdeckel-Box: Je nachdem, wie sie geöffnet wird, wird eines der beiden Geschenke sichtbar

Ich glaube, in diesem Forum ist es überflüssig, den Auswahlprozess in alle seinen Varianten im Einzelnen zu beschreiben. Nur auf zwei Aspekte möchte ich hinweisen: Wenn das Kind direkt zu Beginn eine Zielkarte nimmt, dann ist sofort Schluss, dies erscheint mir besser als die Varianten mit den beiden Zielkarten gleichzeitig zu erzwingen. Die anderen fünf Karten werden noch vorgezeigt, und dann geht es sofort zum Auspacken. Zweitens: Ich vermeide Anweisungen, bei denen Rechts oder Links eine Rolle spielen, nicht nur Kinder sind da gelegentlich unsicher.

Die Varianten

Der Effekt und insbesondere die Box sind selbstverständlich nicht nur für ein Advents- oder Weihnachtsprogramm geeignet, sondern können genauso gut für Geburtstags-Zaubershows oder  etwas Ähnliches verwendet werden.

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