Zauber im Zoo

Karla Kuh war wieder auf der Bühne

Vorgestern stand ich endlich wieder live auf der Bühne meines Zaubertheaters! Das hat richtig Spaß gemacht. Ich hoffe, dass die Corona-Entwicklung auch weiterhin Auftritte mit Live-Publikum zulässt. An online Auftritte kann und will ich mich nicht gewöhnen.

Auf dem Spielplan stand mein Programm „Zauber im Zoo“, das ich zuletzt Mitte 2020 gespielt hatte. Da war mir im Vorfeld schon ein wenig mulmig, wie es ankommt, zumal ich einige Kunststücke verändert bzw. neu aufgenommen hatte. Selbstverständlich hatte ich geübt (obwohl: Wer üben muss, kann nichts… 🙂 ), aber wie die Änderungen dem Publikum gefallen, konnte ich natürlich nicht abschätzen.

Die Nachfrage für die Vorstellung war gut: Coronarbedingt kann ich zurzeit maximal 35 Plätze in meinem Theater besetzen. Die waren auch innerhalb weniger Tage reserviert, so dass ich weiteren Anfragern mitteilen musste, das „leider keine Plätze mehr zu haben sind“ ist. Wieso eigentlich leider? Ich freue mich doch darüber.

Geärgert habe ich mich aber, dass dann am Spieltag eine Familie mit 4 Personen einfach nicht gekommen ist. Es kann zwar bei Kindern leicht vorkommen, dass eines krank wird – aber zumindest könnte die Familie dann absagen… Wirtschaftlich entstand mir dadurch allerdings kein Schaden, da ich ohnehin keinen Eintritt nehme (siehe dazu Blog-Artikel Das eigene Zaubertheater (2) – Der Zauberzwerg).

Und so hatten sich also 31 Gäste eingefunden, die Kinder dabei knapp in der Überzahl. Und die hatten scheinbar genau so viel Spaß wie ich, denn die Stimmung war die kompletten 60 Minuten richtig gut. Wir haben viel zusammen gelacht und gestaunt: Die Kinder und die Erwachsenen über die Kunststücke, ich darüber, wie spontan, impulsiv und begeisterungsfähig Kinder sind.

Das Programm bestand aus folgenden Kunststücken:

Der Eisbär ist nicht rot, …
  1. Exit (weil ich damit jedes Programm eröffne)
  2. Riesenbleistift 2,40 m erscheint („Weil ich wegen Corona alle Namen aufschreiben muss…“)
  3. Eierbeutel – Ich behaupte: „Das ist ein Huhn!“ und wir beweisen das, indem ein Kind per Hühnersprache „Gock, gock, gock!“ dem Huhn sagt, es soll ein Ei legen. Klappt jedes Mal!
  4. Canary cats – der Klassiker, den ich auch genauso klassisch vorführe. Die Kinder machen immer die Tiergeräusche, wenn die Katzen oder der Vogel etwas sagen. War sehr lustig.
  5. Tierpfleger Jan – ein eigenes Mental-Kunststück: Kind wählt aus 10 Tierbildern frei eines aus, konzentriert sich darauf und teleportiert den Namen des Tieres mittels des beliebten Sahneschlägers in mein Gehirn. Ich sage dann, welches Tier gewählt wurde.
  6. Das Becherspiel, in dem die „Kugelkäfer“ ständig zauberhaft die Plätze wechseln
  7. Malbuch, hier natürlich mit Tierbildern. Meine Vorführung ist in „Zauber?Kinder!“ detailliert beschrieben.
  8. Dovey Duck hatte in meinem Programm Premiere. In meiner Version sind die beiden Tiere allerdings gut befreundet und die Katze will nicht den Vogel fressen… Kam sehr gut an.
  9. Die Zauberstab-Maschine habe ich „fachfremd“ mit ins Programm genommen, weil sie den Kindern und mir immer wahnsinnig Spaß macht. Sie haben auch dieses Mal mit Begeisterung die drei Umdrehungen der Kurbel mitgezählt und die „falschen“ Zauberstäbe reklamiert.
  10. Das Kartenseil. Die Handpuppe Karla Kuh findet eine vorher frei ausgewählte Karte in einem Beutel und zieht sie mit einem Seil heraus. Die Handpuppe lasse ich übrigens von dem Kind führen. War auch eine neue Idee, die super klappte.
  11. Dean‘s box mit zwei Kindern auf der Bühne, die die „Schuld“ für die Wunder bekommen, die geschehen. 😊
  12. Die Eisbären-Waschmaschine (kannst du im Download-Bereich rechts kostenlos herunterladen), bei der die Kinder gerne das kleine „Zauberliedchen“ mitsingen und wir viel Spaß haben. Der zum Schluss erscheinende weiße Eisbär hatte einen Brief für mich dabei, in dem stand „Ende!“ Da musste ich sofort aufhören, „weil ich sonst tierischen Ärger mit dem Zauber-Ministerium kriege!“

Tja, und so waren die 60 Minuten auch wieder ganz schnell vergangen. Ich war schweißgebadet und die Kinder und (Groß-)Eltern hatten ihren Spaß und einen schönen Sonntagnachmittag. Was will man mehr?

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