Porträt: Zauberer Sascha

Qualifiziert für die Magica 2020 in Fürsrenfeldbruck, Sparte Kinderzauberei

In dieser kleinen Serie sollen die Zauberkünstler*innen vorgestellt werden, die sich für die Deutsche Meisterschaft der Zauberkunst, Sparte Kinderzauberei, qualifizieren konnten. Sie sind jetzt in der heißen Vorbereitungshase, auch wenn nicht sicher ist, ob die Meisterschaft tatsächlich dieses Jahr stattfinden kann. Bis zum 18.04. will der MZvD das entscheiden – Näheres siehe hier.

Dennoch sollen die Porträts jetzt erscheinen, denn immerhin haben die Zauberfreunde*innen bereits in den Vorentscheiden mit tollen Vorstellungen überzeugt. Diese Leistung soll hier gewürdigt werden.

Zauberer Sascha

Zauberer Sascha, im zivilen Leben Dr. Sascha Hoffmann, 47 Jahre alt,  hat sich in der Vorentscheidung in Marl mit einem 2. Platz für die Meisterschaft in Fürstenfeldbruck, Sparte Kinderzauberei, qualifiziert. Ich habe ihn gebeten sich den Lesern für „Der Zauberzwerg“ vorzustellen.

Hallo Sascha, bist du Berufs- oder Hobbyzauberer?

Alle Fotos. Dr. Sascha Hoffmann

Ich habe zwei Berufe: Einerseits bin ich niedergelassener Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeut in eigener Praxis in Hamburg, dort verbringe ich wochentags viel Zeit.

Andererseits bin ich nunmehr etwa 25 Jahren Zauberkünstler. Gerne zaubere ich auch für erwachsenes Publikum – dann stelle ich mich mit meinem Namen Sascha Hoffmann vor.

Für die Kinder bin ich Zauberer Sascha. Ca. 8 von 10 Auftritten sind für Kinder, einfach weil ich mehr entsprechende Anfragen habe (und mein Programm für Erwachsene vermutlich nicht dieselbe Qualität hat). Insgesamt habe ich etwa 30-50 Auftritte pro Jahr.

Zusätzlich bringe ich Kindern und auch Erwachsenen das Zaubern in meiner Zauberschule bei. Entsprechende Kurse finden immer wieder an Samstagen oder Sonntagen in meinem Zauberzimmer zu Hause oder für größere Gruppen auch auswärts statt.

Auch in der Arbeit in meiner Praxis verbinde ich meine beiden Berufe gerne und zaubere dort viel mit den Kindern. Seit einigen Jahren halte ich auch Vorträge und gebe Workshops zum Thema „Zaubern in der Therapie“.“

Was hat dich motiviert für die Deutsche Meisterschaft im Zaubern 2020 anzutreten?

2011 habe ich bereits einmal bei den Deutschen Zauber-Meisterschaften, damals in Leverkusen, teilgenommen und einen 3. Platz in der Sparte Kinderzauberei erzielt.

Als ich vor 3 Jahren in Saarbrücken bei den Deutschen Meisterschaften im Publikum saß, habe ich neuerlich Lust bekommen, einen Wettbewerbsbeitrag zu gestalten.

Wie plant man denn eine Wettbewerbsnummer?

Zunächst habe ich einige Monate lang – oft vor allem in schlaflosen, dafür kreativen Nächten – an einer Art Drehbuch gearbeitet. Unterstützt wurde ich von Beginn an von einigen befreundeten Hamburger Zauberkollegen ( z.B. Jan Logemann, Jörg Willich, Alex Diem, Lukas Kaminski, Patrick Volkerts), die mir auch beim Bühnenbild oder bei der Trickauswahl geholfen haben.

Besonders eng arbeite ich seit langem mit Michael Kopkow zusammen, einem Tüftler und Erfinder á la Daniel Düsentrieb, der mir hilft, meine Ideen technisch umzusetzen. Das Herzstück meiner Wettbewerbsnummer ist ein alter Koffer, der zum Leben erweckt wird und mir beim Zaubern lernen hilft. Er besitzt einige Fähigkeiten, die er nach und nach zeigt.

Nach den Vorentscheidungen von Marl im September 2019 habe ich Kritik eingeholt von den Jury-Mitgliedern und versucht, diese in den Wochen darauf umzusetzen. Ein weiterer Meilenstein war das vom magischen Zirkel Deutschland zur Verfügung gestellte Online-Coaching von Renate Knopf und Martin Matthias. Die beiden haben mir noch einmal sehr gute Tipps und Veränderungsvorschläge gegeben bzw. gemacht, an denen ich noch heute arbeite.

Der Wettbewerb ist am 22. Mai in Fürstenfeldbruck. Wie spielst du dein Programm jetzt „rund“?

Insgesamt bin ich leider ein bisschen in Zeitverzug und habe nun Sorge, die Optimierungen nicht mehr ausreichend proben zu können. Insbesondere durch die Corona-Verunsicherung. So hätte ich beispielsweise am kommenden Wochenende mehrere Auftritte bei einem Kinderfest im  Altonaer Museum gehabt, die kurzfristig abgesagt wurden. Eigentlich hatte ich geplant in den kommenden Wochen, an meinem praxisfreien Mittwoch, das Programm mehrfach vormittags an Grundschulen zu spielen. Das geht zurzeit nicht, aber ich hoffe, dass es nach den Osterferien nicht erneut zu Absagen kommt.

Was machst du mit dem Wettbewerbsprogramm nach der Meisterschaft?

Insgesamt habe ich wieder viel Zeit und Herzblut in die Entwicklung dieses Programms gesteckt. Erneut habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Programm – im Zuge der  Auftritte und der Verbesserungsvorschläge von Kollegen – immer weiter entwickelt wird und damit hoffentlich immer besser wird. Die Arbeit am Detail hört wahrscheinlich niemals auf.

Ziel ist es aus den 15 Minuten bald ein zumindest dreißigminütiges Programm zu machen, das ich zukünftig bei größeren Veranstaltungen hoffentlich mehrfach im Jahr für eine dann entsprechende Gage auch spielen kann.

Herzlichen Dank, Sascha. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft, aber selbstverständlich auch danach privat und in deinen zwei Berufen.

Weitere Informationen zu Zauberer Sascha finden sich auf seiner Homepage:

www.zauberer-Sascha.de ,

von der er selbstkritisch sagt: „Meine Homepage ist inzwischen nicht mehr up to date. Als ich sie im Jahre 2005 eingestellt habe, gab es quasi noch keine Smartphones – eine Aktualisierung bzw. Neugestaltung der Homepage ist eines meiner Projekte für das Jahr 2021.“ Informativ ist sie trotzdem.

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